Tsukuba 2026 Opens the Door to New Judo Research on Youth and Education - Image: EJU / European Judo Union

Tsukuba 2026 öffnet die Tür für neue Judo-Forschung zu Jugend und Bildung

Die Universität Tsukuba wird vom 1. bis 3. Oktober 2026 ein internationales Judo-Symposium ausrichten und Forscher, Wissenschaftler und Praktiker zu einem Thema zusammenbringen, das weit über den Wettkampf hinausreicht. Im Zentrum der Veranstaltung steht „Kanos Vermächtnis und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Judo, Jugend und Bildung in einer sich wandelnden Welt“.

Unterstützt von der International Judo Federation ist das Symposium als wissenschaftlicher Austausch angelegt, der sich darauf konzentriert, wie Jigoro Kanos pädagogische Vision auf die Realität von heute antworten kann. Dazu gehören soziale, kulturelle und bildungsbezogene Herausforderungen, die weiterhin prägen, wie Judo gelehrt, verstanden und gelebt wird.

Dies ist kein eng gefasster Aufruf, der sich nur an einen kleinen Bereich des Sports richtet. Die Organisatoren begrüßen Beiträge aus einem breiten Spektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften, darunter Geschichte, Soziologie, Philosophie, Pädagogik, Psychologie und Sportwissenschaft. Die Botschaft ist klar: Judo wird nicht nur als Kampfkunst und Sport verstanden, sondern auch als soziale und pädagogische Kraft.

Vortrags- und Posterbeiträge können mehrere große Themen rund um Judo in der modernen Gesellschaft behandeln. Zu den genannten Themen gehören Judo-Pädagogik, Jugendentwicklung, Werte, Inklusion, Friedensförderung, internationale Beziehungen und die breitere Rolle des Judo in einer sich wandelnden Welt. Der Rahmen ist weit, aber auch sinnvoll, besonders in einer Zeit, in der viele in der Judo-Community fragen, wie der Sport in seinen Prinzipien verwurzelt bleiben und zugleich auf neuen Druck und neue Generationen reagieren kann.

Das Symposium rückt den Bildungsauftrag des Judo wieder ins Rampenlicht.

Interessierte Forschende haben bis zum 30. Juli 2026 Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Alle Einreichungen werden vom Scientific Committee in einem Peer-Review-Verfahren geprüft, was der Veranstaltung zusätzliches akademisches Gewicht verleiht und ihre Ernsthaftigkeit innerhalb des Fachgebiets unterstreicht.

Für ausgewählte Beitragende gibt es zudem einen zusätzlichen Anreiz. Einige der angenommenen Arbeiten können für eine Veröffentlichung in Arts and Sciences of Judo berücksichtigt werden, der peer-reviewten Fachzeitschrift der International Judo Federation. Für Wissenschaftler und Praktiker, die an der Schnittstelle von Judo, Jugend und Bildung arbeiten, gibt das dem Symposium eine noch stärkere Plattform.

Am meisten fällt der Anspruch hinter der Veranstaltung auf. Anstatt nur auf Techniken oder Leistung zu schauen, stellt das Symposium eine größere Frage: Was kann Judo im 21. Jahrhundert noch leisten? Genau das macht diesen Call for Contributions aktuell und wichtig, besonders für alle, die Jigoro Kanos Vermächtnis als etwas Lebendiges und nicht nur Historisches sehen.

Vom Lernen im Klassenraum über Jugendentwicklung bis hin zu Wertebildung und breiterer sozialer Wirkung will das Treffen in Tsukuba eine ernsthafte Diskussion über den Platz des Judo in einer sich wandelnden Welt schaffen. Für alle, die zu diesen Fragen forschen, ist dies die Chance, Teil einer Debatte zu sein, die den Kern dessen berührt, was Judo sein soll.

Quelle: EJU.net
Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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