Das Feuer war weg: Arthur Margelidon beendet seine internationale Karriere

Nach 16 Jahren auf der internationalen Bühne zieht Arthur Margelidon einen klaren Schlussstrich: Der zweifache Olympia-Teilnehmer aus Kanada hat seinen Rücktritt vom Wettkampf-Judo erklärt. Sein letzter Start war die Senioren-Panamerika-Meisterschaft Anfang April, wo er in der Kategorie U81kg Fünfter wurde.

Sein Abschied wirkt nicht plötzlich, sondern ehrlich.

Nach den Olympischen Spielen in Paris 2024 nahm sich der 32-Jährige zunächst Zeit, bevor er noch einmal einen Neustart suchte. Er wechselte in die U81kg, auch um sich einen neuen Fokus zu geben und nicht mehr ständig Gewicht machen zu müssen. Doch bei den Turnieren merkte er, dass etwas Entscheidendes fehlte: die letzte Wettkampf-Energie, dieser innere Funke, der im Grenzbereich den Unterschied macht.

In der entscheidenden Phase der Panamerika-Meisterschaft kam dann der Moment der Klarheit. Margelidon stand im Halbfinale und damit nah an einer Medaille, fragte sich aber erneut, warum er überhaupt noch dort ist. Nicht, weil er Judo nicht mehr liebt, sondern weil ihn der Wettbewerb nicht mehr antreibt.

Seine Laufbahn hatte auch harte Brüche: 2016 verpasste er Rio durch einen Armbruch zwei Wochen vor den Spielen. Dafür folgte 2021 in Tokio sein Olympia-Debüt mit Rang fünf in U73kg, inklusive Kampf um Bronze in der speziellen Atmosphäre der Pandemie-Spiele. In Paris, seiner Geburtsstadt, erlebte er drei Jahre später eine völlig andere Kulisse und belegte Platz sieben.

Zu seinen Erfolgen zählen zwei Panamerika-Titel in U73kg (2016, 2024) sowie insgesamt 12 Medaillen bei Grand Prix und Grand Slam. Margelidon begann mit sechs Jahren durch seinen Vater Laurent, blieb dem Sport als Lebensprojekt verbunden und fand über Judo sogar seine Frau Emily Burt.

Judo bleibt – nur der Wettkampf geht.

Auch nach dem Rücktritt will Margelidon Teil der Szene sein: Er plant den Einstieg als Trainer auf Provinzebene und möchte seine Arbeit als Kinesiologe mit dem Sport verbinden.

Quelle: JudoInside

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