Why Anti-Doping Education Is Taking Center Stage at Europe’s Cadet Judo Championships - Image: EJU / European Judo Union

Warum Anti-Doping-Aufklärung bei Europas Kadetten-Judo-Meisterschaften ins Zentrum rückt

Dr. Pinelopi Stavrinou setzte bei den Millennium Team European Judo Championships Cadets auf Gran Canaria einen anderen Schwerpunkt. Während Europas junge Judoka auf der Tatami um Ergebnisse kämpften, arbeitete die Anti-Doping-Beauftragte der European Judo Union abseits davon ebenso intensiv an einer Botschaft, die Karrieren prägen kann, lange bevor überhaupt ein Medaillenmoment kommt.

Im Mittelpunkt stand dabei der Stand „Clean Judo, Clean Sport“ der EJU, an dem Aufklärung statt Kontrolle an erster Stelle stand. Stavrinou, selbst ehemalige Athletin und seit zwei Jahren in dieser Funktion, treibt einen klaren Wandel voran, wie Anti-Doping im europäischen Judo angegangen wird.

Ihre Kernidee ist einfach: Aufklärung sollte vor Tests kommen. Statt zu warten, bis Athletinnen und Athleten die Elite der Senioren erreichen, richtet die EJU nun gezielt Aufmerksamkeit auf die Kadetten, also die Altersgruppe, die gerade erst in den internationalen Wettkampf eintritt. In Zusammenarbeit mit der International Judo Federation soll dieser Wandel jungen Sportlerinnen und Sportlern von Beginn an ein besseres Verständnis der Dopingregeln, der Testverfahren sowie ihrer eigenen Rechte und Pflichten vermitteln.

Das ist wichtig, weil Kadetten sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase befinden. Sie lernen, wie Judo auf hohem Niveau funktioniert, wie Veranstaltungen organisiert sind und was als Wettkämpfer von ihnen erwartet wird. Wenn sie früh Anti-Doping-Wissen erhalten, können sie Gewohnheiten und ein Bewusstsein entwickeln, noch bevor sie jemals mit einem physischen Dopingtest konfrontiert werden.

Stavrinou machte diesen Punkt auf Gran Canaria deutlich. Bei ihrer Arbeit geht es nicht nur darum, Regeln zu erklären, sondern auch darum, eine Kultur zu schaffen, in der sauberer Sport als Teil des Judoka-Seins verstanden wird. In einer Sportart, die auf Respekt, Disziplin und Verantwortung aufbaut, passt diese Botschaft ganz selbstverständlich.

Für junge Judoka kann es genauso wichtig sein, die Regeln früh zu lernen, wie gut zu trainieren.

Diese Saison markiert auch für das EJU-Programm selbst einen wichtigen Schritt. Zum ersten Mal hat der Verband diese Informationsstände eigenständig bei Veranstaltungen der europäischen Tour eingeführt. Nach einem früheren Halt in Teplice wurde die Initiative bei den Kadetten-Europameisterschaften auf Gran Canaria fortgesetzt. Das zeigt, dass es sich nicht um einen einmaligen Auftritt handelt, sondern um Teil eines größeren Plans.

Diese Ausweitung verleiht dem Projekt Gewicht. Sie zeigt, dass Anti-Doping-Aufklärung als sichtbarer Teil des Wettkampfs behandelt wird und nicht als Nebenthema im Hintergrund. In geschäftigen Meisterschaftsarenen voller Druck und Ehrgeiz sendet ein solcher Stand eine Botschaft an Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Familien gleichermaßen.

Stavrinou hob außerdem die Unterstützung hervor, die sie von der EJU erhalten hat, und dankte der Organisation dafür, erkannt zu haben, wie wichtig diese Altersgruppe ist. Diese Unterstützung könnte entscheidend sein, wenn die Clean-Judo-Bewegung im europäischen Circuit weiter wachsen soll.

Bei einer Kadetten-Meisterschaft richtet sich die Aufmerksamkeit natürlich auf Würfe, Wertungen und starke Durchbrüche. Doch auf Gran Canaria fand eine der bedeutendsten Entwicklungen abseits der Wettkampffläche statt. Der Vorstoß der EJU für frühe Anti-Doping-Aufklärung zeigte, dass es beim Schutz der Zukunft des Judo nicht nur darum geht, Sieger hervorzubringen. Es geht auch darum, der nächsten Generation zu vermitteln, was es bedeutet, sauber zu kämpfen.

Quelle: EJU.net

Bildquelle: EJU / European Judo Union

Quelle: Fighting Lifestyle

Bildquelle: EJU / European Judo Union

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