Tckaevs Uchi-mata entscheidet ein wildes -81-kg-Duell
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Zelim Tckaev war der herausragende Name in der Klasse bis 81 kg und setzte sich nach einem anspruchsvollen Tag in einem stark besetzten Judo-Feld an die Spitze. Der Aserbaidschaner setzte im Finale ein klares Zeichen: Bernd Fasching aus Österreich machte weiter Druck, konnte Tckaevs entscheidendes Uchi-mata aber nicht stoppen.
Diese Kategorie wirkte von Beginn an gefährlich. Hidayat Heydarov, Matthias Casse, Manuel Parlati und Tckaev standen alle in der Auslosung, und es lag das Gefühl in der Luft, dass ein einziges Ergebnis alles verschieben könnte. Genau das zeigte sich fast sofort, als mehrere Anwärter schon früh harte Kämpfe bestehen mussten, um im Rennen zu bleiben.
Heydarov, der zum ersten Mal in dieser Gewichtsklasse antrat, marschierte souverän durch das obere Viertel. Er besiegte Aurelien Bonferroni, Nace Herkovic und Parlati und erreichte damit das Halbfinale. Dabei zeigte er die Kontrolle, die viele von einem Olympiasieger selbst in einer neuen Division erwartet hatten.
Doch eine der größten Geschichten des Tages gehörte Bernd Fasching. Der Österreicher zeigte einen beeindruckenden Lauf, besiegte Shinebayar Oyunchimeg, Erman Gurgen und anschließend Eetu Ihanamaki und verdiente sich damit ein Halbfinale gegen Heydarov. Dort gelang Fasching ein großer Erfolg: Er schlug den Olympiasieger mit drei Yuko-Wertungen zu einer und zog ins Finale ein.
Faschings Sieg über Heydarov war einer der prägnantesten Momente des Tages.
In der unteren Hälfte wirkte Tckaev mit jeder Runde stärker. Er setzte sich gegen Murodjon Yuldoshev und Gadzhimurad Omarov durch, bevor er im Halbfinale gegen Bright Maddaloni Nosa die Kontrolle übernahm. Der Italiener hatte zuvor bereits für eine der Überraschungen der Kategorie gesorgt, als er Weltmeister und olympischen Medaillengewinner Matthias Casse mit zwei klaren Waza-ari-Wertungen besiegte und danach auch Egor Sukhoparov schlug.
Dadurch wirkte der Finalblock völlig offen, doch der Kampf um Gold beseitigte alle Zweifel. Fasching hatte viel Unterstützung hinter sich und suchte weiter nach Antworten, doch Tckaev agierte auf einem anderen Präzisionsniveau. Er griff zweimal mit Uchi-mata an, erzielte beide Male Waza-ari und ließ keinen Zweifel daran, wem diese Klasse an diesem Tag gehörte.
Nach dem Sieg sagte Tckaev, dass er sich hervorragend gefühlt habe, und schrieb das einer präzisen Strategie zu, die er gemeinsam mit seinen Trainern vorbereitet hatte. Er verwies auch auf die Motivation, die ihm starke Rivalen in seiner Kategorie geben, darunter Heydarov, und machte zugleich klar, dass sein nächstes langfristiges Ziel die Weltmeisterschaften 2026 in Baku sind, statt schon zu weit nach vorn zu blicken.
Die Kämpfe um Bronze sorgten ebenfalls für zusätzliche Dramatik. Manuel Parlati besiegte seinen italienischen Landsmann Bright Maddaloni Nosa in einem taktischen Duell, das von ihrer Vertrautheit miteinander geprägt war. Im anderen Bronzekampf fand Heydarov den entscheidenden Moment gegen Egor Sukhoparov, erzielte mit einem perfekt getimten O-soto-gari Waza-ari und brachte die letzten Sekunden anschließend ruhig über die Zeit.
Für die europäischen Athleten gaben Fasching und Parlati dieser Kategorie besonderes Gewicht. Faschings Silber entstand aus einer der Schlagzeilen-Überraschungen des Tages, während sich Parlati in einer extrem stark besetzten Klasse zurückkämpfte und Bronze sicherte.
Am Ende gehörte die Geschichte der Klasse bis 81 kg jedoch Tckaev. In einer Kategorie voller Gefahren war er derjenige, der unantastbar blieb.
Quelle: IJF.org
Bildquelle: IJF / International Judo Federation
Quelle: Fighting Lifestyle
Bildquelle: IJF / International Judo Federation